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Beschreibung

Bau:

Der quadratische, untere Teil des Turmes ist romanisch, der achteckige Aufbau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Langhaus und Presbyterium sind heute in der Größe von 1893.

Das Fresko im Chor malte Professor Josef Bergmann aus München (1888 - 1952). Es zeigt in der Mandorla (mandelförmige Aura) den thronenden Christus mit Kreuznimbus, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten. In einem Bilderfries über der Gruppe sind Schafe zu sehen, die zur Wasserquelle und zum Lamm Gottes gehen. Ein Schriftband sagt: "Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der hat ewiges Leben und ich werde ihn auferwecken am juengsten Tage."

Im Fries über der Mandorla und den Evangelisten-Symbolen steht: "Denn mein Fleisch ist eine wirkliche Speise und mein Blut ein wirklicher Trank."

Im Bogen über der Mandorla:"Meine Schafe hoeren meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen ewiges Leben und sie koennen in Ewigkeit nicht umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reissen."

Links im Fresko steht St. Martin, der Kirchenpatron, er hält seinen Mantel für den Bettler bereit, rechts steht der heilige Georg, zur Erinnerung daran, dass die Kirche ursprünglich zur Pfarrei St. Georg in Bogenhausen gehörte. Georg wird gebeten: "Gib uns Kraft St. Georgius im Kampf gegen die Daemonen."

Im Sockel des Freskos zitiert Bergmann Psalmen und rechnet dabei mit dem Naziregime ab: "Und nun ihr Koenige werdet weise, lasst euch mahnen ihr Richter der Erde, dienet dem Herrn in Furcht ..."

Die Figuren stammen fast alle aus früheren Ausstattungen der Kirche. Die meisten standen bis 1946 im Aufbau des neugotischen Hochaltars. Die ursprünglichen farbigen Fassungen wurden später leider entfernt. Dadurch wirken die Figuren heute kantig und streng.

Linke Wand: St. Leonhard, Patron der Bauern, rechts davon der Kirchenpatron St. Martin zu Pferd (17. Jh.), es folgen Anna Selbdritt zwischen den Bischöfen Otmar und Rupert (alle 15. Jh.). Daneben ist als Schaustück eine zweiflügelige Türe befestigt, die bis 1883 den Südeingang der Kirche bildete.

Chorbogen: Links eine Madonna mit dem Jesuskind (Meister von Rabenden), rechts, über dem Tabernakel, Gottvater mit Weltkugel (um 1700).

Rechte Wand: Das Gemälde, Maria mit dem Jesuskind, hat Max Heß, Sohn des Peter Heß, 1842 im Alter von 17 Jahren gemalt. Es war bis 1946 im Hochaltar der Kirche. Darunter ein Relief des Pater Rupert Mayer, das 1995 der Steinmetzmeister Heiner Kometer der Kirche schenkte. In der Mitte der Wand ein Kruzifix (19.Jh.), darunter eine Pieta (1985), rechts davon St. Sebastian (18. Jh.) und St. Florian (19.Jh.).

Der Tabernakel, in Bronze geschmiedet und vergoldet, stammt aus der Werkstatt Manfred Bergmeister und German Larasser, Ebersberg, Wolfgang Kluge aus Egglburg fertigte ihn 1980 als Gesellenstück. Kluge wurde im selben Jahr Bundessieger im Kunstschmiedehandwerk.

Ambo, Altarkerzenleuchter und Apostelleuchter kommen ebenfalls aus der Werkstatt Bergmeister.

Der Taufstein ist ein Geschenk des Steinmetzen Alfred Herklotz. Er fertigte ihn 1994 als sein Meisterstück. Bei Taufen wird in die Vertiefung ein Zinnbecken eingelegt, das schon seit langer Zeit in St. Martin als Taufschale dient.

Die Orgel wurde 1972 von der Firma WRK (Wendhack, Redeker, Kreuzer) gebaut. Die Pfeifen der fünf Register stehen auf Schleifladen. Sie wurde am 11. Februar 1973 durch Kaplan Herbert Kellermann geweiht.


Die Beschreibung wurde von Bernhard K. Schmitt erstellt.

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