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In der Tradition des Hochstifts Freising wird erstmalig der Ort Riem genannt.

990
In der Zeit des Freisinger Bischofs Abraham ist für Riem eine Kirche nachgewiesen. Sie gehört zur Pfarrei Bogenhausen, wie die meisten Kirchen östlich von München.

1568
Eine Apianische Landtafel zeigt Riem mit einer Kirche

1738
Die Kirche wird abgetragen und vergrößert wieder aufgebaut, das Langhaus eingewölbt, den Turm krönt eine Zwiebel.

1817
Die Pfarrbeschreibung von Trudering berichtet, dass zur Kirche von Riem ein Friedhof gehört.

1838
Trudering wird Pfarrei, Riem als Filiale angegliedert.

1863
Durch einen Brand werden Glockenstuhl und Turmzwiebel zerstört.

1865
Auf den Turm wird eine schlanke Spitze aufgesetzt, ein eiserner Glockenstuhl für zwei Glocken wird eingebaut. Das Langhaus wird mit Schiefer gedeckt, die Kirche bekommt eine Orgel.

1893
Ein Presbyterium und eine Sakristei werden angebaut, der Eingang wird von der Südseite des Langhauses in den Turm verlegt. Die Kirche erhält einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre in neuromanischem Stil ("Schreinergotik"), eine Kanzel und neue Bänke. Der Innenraum wird mit Malereien verziert, die vorhandenen alten Figuren werden im Hochaltar aufgestellt.

1946
Die Kirche ist stark beschädigt, sie wird in Stand gesetzt und neu gestaltet. Das schadhafte Tonnengewölbe wird durch eine Balkendecke ersetzt. Hochaltar, Seitenaltäre und Kanzel werden entfernt, ebenso Wandvertäfelung, Speisegitter und Bänke. Die Orgelempore wird wieder aufgebaut, vor der Ostwand wird eine Apsis aufgeführt, die freskiert wird. Für die Ausmalung der Apsis holt Rudolf Kaiser seinen früheren Lehrer Josef Bergmann.

1981
Der Fußboden des Chorraums wird neu gelegt, ein neuer Altar, Ambo und die Figuren werden von Weihbischof Matthias Defregger geweiht.

Heute ist St. Martin Filialkirche der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul Trudering.

Die Daten wurden von Bernhard K. Schmitt zusammengestellt. Er hat ein Faltblatt über die Geschichte und die Beschreibung der Riemer St. Martinskirche zusammengestellt. Dafür sei ihm an dieser Stelle recht herzlich gedankt.